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Ist Perfektion durch Big Data möglich?

Unternehmen und Konzerne sammeln immer mehr persönliche Daten über ihre Kundschaft. Diese werden für Statistiken aller Art ausgewertet. So erhoffen sich die Konzerne immer besser auf ihre Kunden eingehen zu können und dadurch Perfektionismus zu erreichen. Dies ist auch bis zu einem gewissen Maß hilfreich und sinnvoll. Für einen Bäcker macht es beispielsweise Sinn die Vorlieben seiner Kunden zu kennen und danach zu backen, aber muss er dafür ihre Geburtsdaten oder gar ihre Blutgruppen kennen? Die meisten Konzerne scheinen sich jedoch für solche Informationen zu interessieren, denn sie sammeln einfach alle Daten, die sie bekommen können, ob sie diese brauchen oder nicht. Dabei wird so eine große Masse gesammelt, dass gar nicht alles ausgewertet werden kann.
Doch einige wenige Konzerne wissen, wie diese dennoch eingesetzt werden können. Sie möchten mittels der gesammelten Daten Filme und Bücher für den Mainstream produzieren- den perfekten Film, das perfekte Buch kreieren- doch was soll dann noch kommen?
Darüber hinaus kann die Welt ganz schön langweilig werden, wenn nur noch Daten ausgewertet werden, um auf Trends gezielt aufzubauen und diese weiter zu führen. Das kann in diesem Fall ebenfalls bedeuten, dass wenn beispielsweise Krimis dem Mainstream entsprechen, andere Genres wie Liebesgeschichten, Horrorfilme oder Komödien vernachlässigt werden. Dabei macht die Vielfalt die Welt doch erst so interessant. Des Weiteren stellt sich die Frage wer sich dann zukünftig etwas Neues ausdenkt und einen neuen Trend setzt, anstatt auf einem Bestehenden aufzubauen. Innovationen beinhalten zwar immer das größte Risiko, im Gegensatz zu „Me Too“ Produkten, haben aber auch gleichzeitig das größte Potenzial.

Das Sammeln gewisser Daten, um Prozesse und Verkäufe zu optimieren, ist für Unternehmen, aber auch für Kunden von Vorteil, und demzufolge können Konzerne auch einen gewissen Grad der Perfektion erreichen. Doch das Ziel der Wirtschaft sollte es nicht sein auf der Basis von Daten Richtungen zu folgen, sondern neue Richtungen einzuschlagen, die Fortschritt bedeuten.

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Wir arbeiten uns dumm?!

Der Wecker klingelt morgens früh. Aufstehen, duschen, anziehen, Zähne putzen und dann zur Arbeit. Für Rituale, wie mit der Familie zu frühstücken oder Zeitung zu lesen, ist nur schwer ein Zeitfenster zu finden, denn die meisten müssen jeden Tag lange pendeln, um zur Arbeit zu kommen. Der früher so wichtige `Start in den Tag´ ist hektisch und ungemütlich geworden.

Kommt man dann abends wieder nach Hause, war der Tag so anstrengend, dass man sich lieber leichter Unterhaltung aussetzt. Der Fernseher wird eingeschaltet und es laufen Serien oder Filme, denen man leichter folgen kann. Für Bücher oder Zeitung fehlt einem dann die Konzentration und sie bleiben in unserem Leben immer mehr auf der Strecke.

Auch die letzte Frankfurter Buchmesse hat diese Situation deutlich zu spüren bekommen. Die Zeiten sind anscheinend vorbei, als man Schlange stehen musste und sich nach längerem Warten doch noch auf die Rolltreppe quetschen konnte, um sich die nächste Messehalle voll neuer Bucherscheinungen anschauen zu können. Die letzte Buchmesse wirkte nämlich gegen frühere Erfahrungen etwas leer.

Doch die Frage lautet dann: Wenn wir keine Zeit mehr zum Lesen haben, wie informieren wir uns dann?

Das Internet wird oft als solche dargestellt, war lange Zeit jedoch keine 100 prozentige Alternative zu Zeitung und Buch. Die meisten Menschen nutzen es außerdem eher zur Kommunikation (z.B. Facebook oder WhatsApp) und zum Online-Kauf (z.B. Amazon). Zeitung und Bücher scheinen nach dieser Erkenntnis eigentlich nicht ersetzbar zu sein. Sie passen aber auch nicht mehr in unseren hektischen, arbeitsreichen Alltag hinein. So sind die Menschen vielleicht wissend in dem Umfeld ihres Berufes, doch Allgemeinwissen und das aktuelle Geschehen geraten immer mehr in den Hintergrund. Wir arbeiten uns so gesehen dumm.
Der Kapitalismus und die Wirtschaft formen uns zu dem. Doch auch Verleger, Herausgeber und Journalisten tragen eine Teilschuld daran, in dem sie sich nicht anpassen. Sie müssten die Zeitung besser an den heutigen Tagesablauf angleichen, denn viele Eigenschaften dieser machen es schwierig sie in den Alltag zu integrieren.
So ist beispielsweise das riesige Format unterwegs, wie in der Bahn, sehr unpraktisch. Der Frühstückstisch, an dem man genug Platz hätte zu lesen, existiert schließlich nicht mehr. Des Weiteren hat man wegen des Berufs lediglich morgens das notwendige Auffassungsvermögen, um sich einer Zeitung widmen zu können und man hat Statistiken zufolge heutzutage durchschnittlich eine halbe Stunde Zeit sie zu lesen. Die Zeitung muss also so konzipiert sein, dass man das auch schaffen kann.
Dies sind nur zwei Beispiele von vielen, die Verleger, Herausgeber und Journalisten ändern müssten, damit die Gesellschaft nicht einen wichtigen Teil ihres Lebens nach und nach verliert. Doch bis heute halten Viele an ihren Modellen und Methoden fest.

Zum Glück gibt es wenige Ausnahmen, die sich doch an den Lauf der Zeit anpassen. Internetzeitungen und Blogs gewinnen beispielsweise immer mehr an Leserschaft, da sie unterwegs mit passender Technologie, aber auch in der Mittagspause im Büro gut zu lesen sind. Durch Suchfunktionen oder Archive ist es auch leichter die persönlich interesseweckenden Informationen zu finden und so die notwendige Recherche- und Lesezeit zu verkürzen. Demzufolge kann die Gesellschaft, obwohl die Wirtschaft dem entgegensteht, auf neue Möglichkeiten ausweichen, so dass Allgemeinwissen und das aktuelle Geschehen wieder an Bedeutung gewinnen.

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Phubbing

Man führt gerade ein Gespräch. Da vibriert das Smartphone in der Hosentasche des Gegenübers. Er zückt dieses sofort, während man weiter redet und er die empfangene Nachricht liest, anschließend lacht oder sonstige Emotionen zeigt und dann anfängt zu tippen, um zu antworten. Wenn man nun wartet bis der Gegenüber fertig ist, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder er fordert einen auf weiter zu reden, währenddessen man jedoch das Gefühl hat unwichtig und nebensächlich zu sein oder er fragt einen anschließend wo man im Gespräch stehen geblieben ist, was jedoch denselben Effekt hat.
Dieses Phänomen hat nun einen Namen. Es nennt sich „Phubbing“. Das Wort ist eine Kombination aus „Phone“ und „Snubbing“ (Vor den Kopf stoßen). Der Australier Alex Haigh ist der Erfinder dieses Begriffs und gleichzeitig sein Gegner. Er startete somit die Kampagne „Stop Phubbing“.
Doch in Deutschland ist Phubbing zum Alltag geworden. Fast jeder besitzt mittlerweile ein Smartphone und lässt es fast nie aus den Augen. An öffentlichen Orten, wie beispielsweise in der Bahn, der Innenstadt, in einer Kneipe oder gar im Restaurant, ist dies am besten zu beobachten. Man sieht Menschen, die nicht miteinander reden, sondern auf ihr Smartphone schauen und gelegentlich diese typische Touchscreen Bewegungen mit ihrer Hand machen. Die sonst von Unterhaltungen geprägte Atmosphäre wird durch das ständige ertönen verschiedenster Klingeltöne und trotz Kopfhörer deutlich zu hörende Musik ersetzt.
Erniedrigt greift man aus Trotz nach seinem eigenen Smartphone, was jedoch den Gegenüber unbewusst verärgert und ein Kreislauf beginnt. Demzufolge ist Haighs Kampagne hoffentlich ein Anstoß für Viele sich bewusst zu machen, dass Phubbing oder generell auf sein Smartphone zu schauen immer unhöflich ist. Deshalb sind im Folgenden fünf Vorschläge zur Vermeidung von Phubbing aufgeführt.
1. In Gesellschaft ist Phubbing stets zu unterlassen. Sollte man dennoch das Bedürfnis verspüren, ist es das Mindeste seinen Gegenüber zu Ende reden zulassen, sich kurz zu entschuldigen und anschließend auf sein Smartphone schauen.
2. Ständiges Klingeln seines Smartphones ist ebenfalls sehr unhöflich. Man sollte es daher auf lautlos schalten und erst nachschauen, wenn Zeit dazu ist.
3. Bei Tisch bzw. während des Essens sollte nicht nach dem Smartphone gegriffen werden.
4. Im Kino, Theater, in der Oper oder Vergleichbarem ist das Smartphone auszuschalten. Viele scheinen zu vergessen, dass das Display aufleuchtet und es daher meist der ganze Saal sehen kann, da das Publikum eher abgedunkelt sitzt.
5. Man sollte lieber kurz zur Seite gehen anstatt beim Gehen auf sein Smartphone zu schauen (auch um die eigene Verletzungsgefahr zu minimieren).

Quelle: http://www.heute.de/Phubbing-Wenn-der-Partner-nur-noch-auf-das-Handy-guckt-29294712.html

Abgelegt unter phubbing smartphone Verhalten

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Die phlegmatischen Deutschen

Die Ägypter kämpfen momentan auf den Straßen für die Demokratie. Spanier, Griechen, Franzosen und viele andere Bevölkerungen demonstrieren sofort, wenn die Regierung etwas vorantreibt, was die Mehrheit jedoch nicht möchte. Doch die Deutschen scheinen sich vielmehr gefallen zu lassen: Stuttgart 21, der Berliner Flughafen, die Elbphilharmonie und auch die Enthüllungen von Snowden werden einfach hingenommen. Es gibt zwar durchaus Demonstrationen, aber es nehmen nur Wenige daran teil. Dabei ist eines der Vorurteile gegen die Deutschen, dass sie immer so unzufrieden sind. Sie beschweren sich also, handeln aber nicht. Es geht ihnen anscheinend noch zu gut, wie man so schön sagt.
Die Geschichte bestätigt ebenfalls, dass eine Bevölkerung erst stärker in das Geschehen eingreift, wenn es kaum noch schlimmer werden kann und jeder einzelne den Missstand am eigenen Leib spürt -obgleich dies keine sinnvolle Maßnahme ist- denn kleinere Mängel oder Fehler auszumerzen ist viel leichter und zweckmäßiger, als ein Großer, Gravierender.
Dies rührt wohl daher, dass sich die Masse der Bevölkerung nicht für Politik oder Wirtschaft interessiert und sich nicht damit auseinandersetzt, was man beispielsweise an immer geringeren Wahlbeteiligungen erkennen kann. Bei der Bundestagswahl 2009 lag sie beispielsweise bei 72,5% und erreichte damit den niedrigsten Wert seit Kriegsende. Deshalb wissen Einige über Mängel in ihrem Land nicht oder zu spät erst Bescheid und können dadurch natürlich auch nicht dagegen vorgehen.
Ein Youtube Video vom 17. Oktober 2011 zeigt die Auswirkungen solchen Unwissens. An einer Wand in Tunesien hängt ein riesiges Banner, worauf der ehemalige Diktator dieses Landes porträtiert ist. Alle Passanten wundern sich und sind im Glauben, dass er wieder an der Macht ist. Bis schließlich ein paar Männer das Banner herunterreißen. Dahinter kommt daraufhin ein zweites Banner zum Vorschein, das zum wählen motiviert, damit genau dies nicht passiert.
Dieses Beispiel zeigt, dass es sehr wichtig ist seine Rechte auch zu nutzen, auf ihnen gegeben falls zu beharren und wenn es notwendig ist zu demonstrieren. Anscheinend vergessen die Deutschen, dass der Begriff Demokratie die Herrschaft des Volkes bedeutet und Jeder einzelne die Gesellschaft mit seinen Handlungen formt. Die Grundlage dafür bleibt dennoch sich über die Geschehnisse zu informieren, denn nur so kann man für sich und andere entscheiden.
Dementsprechend sollte man sich informieren, wählen gehen und möglichst bewusst konsumieren, denn es liegt in der Hand von Jedermann, in welcher Gesellschaft er lebt.


Quellen:
http://www.welt.de/politik/bundestagswahl/article4648093/Wahlbeteiligung-erreicht-historischen-Tiefstand.html
http://www.youtube.com/watch?v=um5QvW5XHwY

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Lehrer- ungerecht und subjektiv!?

Gibt man die Worte „ungerecht“ und „subjektiv“ bei Google ein, so erscheinen sofort Ergebnisse über Lehrer, Noten und Schule. Ein Zufall?
Bei Einem der Treffer bei Google bekam die Universität Siegen ein interessantes Ergebnis mittels einer Studie: „Zensuren sind Urteile von Lehrpersonen. Sie basieren in der Regel auf informellen Leistungsproben und Beobachtungen. Diese Daten und ihre Bewertung in Form von Noten haben sich als nicht zureichend gültig, personunabhängig und verlässlich erwiesen. Soziale und ethnische Herkunft, Geschlecht, aber auch Verhaltensauffälligkeiten und persönliche Sympathie führen zu systematischen Verzerrungen der Beurteilung“ (http://bildungsklick.de/a/29691/schulnoten-subjektiv-und-ungerecht/) Also sollen die Noten sukzessive abgeschafft werden, da sie auf die Schüler demotivierend wirken würden. Doch ist es nicht vollkommen irrelevant, ob auf dem Zeugnis die Note 1, sehr gut, prima oder Apfelkuchen steht? Es ist doch lediglich eine internationale Bezeichnung auf die man sich geeinigt hat und ändert nichts an der Ungerechtigkeit daran. Man will nun Texte über die einzelnen Schüler verfassen. Subjektiver und divers interpretierbarer geht es wohl kaum noch. Dabei sind nicht die Noten demotivierend, sondern die Tatsache, dass sie oft eine Fehldiagnose der Leistungen sind. Kein Schüler beschwert sich beim Lehrer über ein „ausreichend“, wenn er selbst weiß, dass er nicht viel für das Thema getan hat, welches bewertet wurde. Das heißt er hat nicht genügend gelernt und geübt. Nein, demotivierend ist es für ihn, wenn er -egal wie viel er paukt- nicht mehr von dem „ausreichend“ loskommt, weil der Lehrer ihn „in eine Schublade gesteckt“ hat. Oder weil er genau weiß, dass er niemals an die Bewertungen der „Lieblingsschüler“ herankommt. Lediglich Mathematik (Hierbei jedoch nur die schriftlichen Ergebnisse, da die epochalen Leistungen ebenfalls subjektiv sind) und Vokabel-Abfragungen (Wobei es für manche Lehrer immer einen Weg gibt zu subjektivieren, zum Beispiel aus der Note 1 ein „Sternchen“ oder ein „Plus“ zu machen) sind überhaupt objektiv bewertbar. Demnach gibt es im Unterricht eigentlich kaum ein objektives Kriterium, an dem sich der Schüler messen und daran wachsen kann, da auch konstruktive Kritik oder Hilfestellungen kaum gegeben werden.

„Ich habe als Lehrer 34 Jahre lang Noten verteilt, und mit jedem Jahr bin ich unsicherer geworden. Je länger ich unterrichtet habe, umso klarer ist mir geworden, dass ich gar keine objektiven Noten geben kann. -Warum nicht?- Weil ich ein Mensch bin mit Gefühlen, mit Sympathien und Antipathien.“ (http://www.sueddeutsche.de/bildung/zensuren-in-schulzeugnissen-noten-sind-ungerecht-und-subjektiv-1.1286734-2) Das ist offenkundig, doch dafür gibt es eine Lösung: Nicht die Lehrer, die die Klasse unterrichten korrigieren die Klausuren, Tests und Hausaufgabenüberprüfungen, sondern Lehrer, die die Schüler nicht persönlich kennen, so wie es an Universitäten schon immer praktiziert wird. So ist eine größtmögliche Objektivität gegeben. Doch dies würde ja „mehr Arbeit“ bedeuten. Das heißt, dass die Lehrer sich gegenseitig über die Schultern schauen, sowie dass einheitliche Bewertungskriterien geschaffen werden müssen. Die Qualität des Unterrichts wird somit Weiteren transparent, da ihre eigene Arbeit nun von einem Zweiten oder sogar Dritten begutachtet wird. Manch einer kann sich gut vorstellen, dass ein Teil der Lehrerschaft sich damit nicht einverstanden erklären wird, da Leistungsbewertungen für Lehrer nicht gern gesehen werden. Dann will man lieber das System ändern, als die Lehrerausbildung und deren Bewertungen. Dabei würde dieses Modell noch ein weiteres Problem lösen: das sinkende Niveau an den Schulen.
„Der Lehrerberuf zieht in Deutschland vor allem Abiturienten mit einem schlechten Zeugnis an. Schüler mit guten Noten meiden den Beruf dagegen. Das ergab eine Studie des Münchener Bildungsökonomen Ludger Wößmann“ (http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wettstreit-der-bundeslaender-super-lehrer-dringend-gesucht-1770576.html). Des Weiteren sind die meisten auch nicht so sehr interessiert an dem Studium selbst und gehen nur hin, wenn sie müssen. „Die Motive für das Lehramtsstudium seien oft nicht die Freude an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, sondern die gute Vereinbarkeit von Familie und Lehrerberuf sowie vermeintlich geringere Studienanforderungen, erläuterte Schaarschmidt, Leiter der Potsdamer Lehrerstudie zum Arbeits- und Gesundheitsschutz“ (http://www.sueddeutsche.de/karriere/berufswahl-zum-lehrer-nicht-geeignet-1.350804) Sie schließen dann vielleicht ihr Studium ab, werden verbeamtet und haben viel Freizeit. Doch die Frage ist, wie jemand, der selbst kein gutes Abitur und sein Studium nicht ernst genommen hat, die nächsten Generationen auf das Abitur vorbereiten soll? Davon werden wieder viele schlechtere Abgänger Lehrer -Ein kontinuierliches Absinken des Niveaus ist die Folge. Und natürlich will die Masse davon sich nicht gegenseitig kontrollieren oder überhaupt bewertet werden. Zwar darf man nicht alle Lehrer über einen Kamm scheren, doch wir sprechen hier definitiv von der großen Mehrheit.
Da nützt es auch nichts die Hauptschule abzuschaffen und dafür eine Mittelschule oder Realschule plus, Mittelstufenschule, Stadtteilschule oder Regionalschule, Sekundarschule oder Werkrealschule zu entwickeln. Wie bei den Noten ist es lediglich ein anderes Wort. Es bleiben die gleichen Lehrer, die gleichen Schüler und damit das gleiche Niveau für die Hauptschüler, auch wenn teilweise nun Realschüler im selben Gebäude lernen. Immer wieder wird das Schulsystem „verschlimmbessert“, doch an dem Schulalltag ändert sich nichts, da das System nicht die Ursache für die Probleme ist, sondern die Einstellung der meisten Lehrer zu ihrem Beruf.

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